Los-Angeles-Platz: Vom Sorgenkind zur grünen Idylle

Grün, Umweltschutz, Gartendenkmal. Diesen Dreiklang werden wohl die wenigsten Leser mit einem Parkhaus verbinden. Und doch – Contipark hat das geschafft. Der Los-Angeles-Platz in Berlin-Charlottenburg hat eine bemerkenswerte Verwandlung hinter sich.

Ursprünglich befanden sich auf dem Gelände Wohngebäude, die im Zweiten Weltkrieg beschädigt und dann abgerissen wurden. Im Zuge der Errichtung des Steigenberger Hotels erhielt der Platz 1981 für 17 Millionen Mark seine jetzige Gestalt und 1982 den Namen der Berliner Partnerstadt. Die Tiefgarage wurde von einem Tochterunternehmen der Arbeitsgemeinschaft City betrieben. 1994 beschloss der Senat die Privatisierung der durch das Land Berlin verwalteten und betriebenen Tiefgaragen und verkaufte 1996 dann die Garage und die dazugehörige Parkanlage an Contipark. Trotz aller Kritik war der Bezirk froh, sein „Sorgenkind“ los zu sein, denn der Los-Angeles-Platz war weniger ein Erholungsort denn ein Tummelplatz der „Drogenszene vom Bahnhof Zoo“.

Contipark führte Zugangsbeschränkungen ein und der Sicherheitsdienst setzte die neue Parkordnung konsequent durch. So gelang es, den Los-Angeles-Platz zu entkriminalisieren. Die Junkies blieben weg, der Platz entwickelte sich zu einem Park mit üppigen Blumenbeeten und gepflegtem Rasen. 2014 hat die Stadt Berlin den Platz sogar offiziell zum „Gartendenkmal“ erklärt. Damit sollen  im Interesse der Allgemeinheit seine Erhaltung gesichert und seine städtebauliche Bedeutung geschützt werden.

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Veröffentlicht am: 3. Mai 2017Kategorien: Im Rückspiegel0 Kommentare on Das Gartendenkmal auf dem Los-Angeles-PlatzAnsichten: 3957